Im Nebel unsichtbar?

Viele Sensoren und das zugrundeliegende System der Lichtautomatik unterscheiden lediglich zwischen Hell und Dunkel, können Regen und besonders Nebel nicht erfassen und passen die Lichteinstellung in solchen Fällen nicht an. Dies hat zur Folge, dass das Fahrzeug nur mit eingeschalteten Tagfahrleuchten und ausgeschalteten Heckleuchten unterwegs ist. Das verschlechtert nicht nur die Sichtbarkeit für den nachfolgenden Verkehr, für den das eigene Fahrzeug quasi unsichtbar ist, sondern auch für eventuellen Gegenverkehr. Daher sollten Sie auch besonders bei Regen und Nebel in der dunklen Jahreszeit darauf achten, Ihr Licht manuell ein- und auszuschalten.
Bei besonders starker Sichtbehinderung durch Nebel ist es ebenfalls ratsam, zusätzlich zum Abblendlicht, die Nebelscheinwerfer einzuschalten, um den Nahbereich besser auszuleuchten. Sollte die Sichtweite unter 50 Meter fallen, darf zur besseren Sichtbarkeit des eigenen Fahrzeuges für den nachfolgenden Verkehr die Nebelschlussleuchte hinzugeschaltet werden. Bei eingeschalteter Nebelschlussleuchte gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h. Sobald sich die Sicht besser, muss die Nebelschlussleuchte wieder ausgeschaltet werden, um die nachfolgenden Verkehrsteilnehmer nicht zu blenden. Zur Einschätzung der Sichtweite von 50 Metern kann man sich auf der Autobahn an dem Abstand zwischen zwei Leitpfosten und auf der Landstraße zwischen drei Leitpfosten orientieren.
Achten Sie also stets darauf, im Straßenverkehr gesehen zu werden, um zu Ihrer und der Sicherheit anderer im Straßenverkehr beizutragen.

